Wasserdichte Smartphones mit den Schutzarten IP68 und IP69K sind inzwischen weit verbreitet. Doch welche Funktionen bieten sie tatsächlich – und braucht man ein solches Gerät überhaupt?
In diesem Beitrag erklären wir verständlich, was hinter IP68 und IP69K steckt, worin die Unterschiede liegen und für wen sich diese Schutzklassen wirklich lohnen. Finden wir es gemeinsam heraus.
Was bedeuten IP68 und IP69K?
IP68 und IP69K sind sogenannte IP-Schutzarten (Ingress Protection). Sie geben an, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist.
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IP68 steht für einen sehr hohen Schutz gegen Staub und dauerhaftes Untertauchen in Wasser. Die genaue Wassertiefe und Dauer legt der Hersteller fest.
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IP69K erweitert diesen Schutz um die Beständigkeit gegen Hochdruck- und Hochtemperatur-Wasserstrahlen, wie sie etwa bei industriellen Reinigungsprozessen auftreten.
Während IP68 vor allem für den Outdoor- und Alltagsgebrauch relevant ist, wurde IP69K ursprünglich für industrielle Anwendungen entwickelt. Geräte, die beide Schutzarten kombinieren, bieten ein besonders hohes Maß an Widerstandsfähigkeit.
IP68-Schutzklasse im Überblick
Staub:
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Vollständiger Schutz gegen Staub (Kennziffer „6“)
Wasser:
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Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser
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In der Regel tiefer als 1 Meter für eine vom Hersteller definierte Zeit
Geeignet für:
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Alltägliche Nutzung
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Regen, Spritzwasser
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Outdoor-Aktivitäten
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Kurzzeitige Nutzung unter Wasser (z. B. Smartphone, Kamera)
Der Unterschied zwischen IP68 und IP69K
Der wesentliche Unterschied liegt in der Art des Wasserschutzes:
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IP68 schützt vor dem Eintauchen in Wasser
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IP69K schützt vor starken Wasserstrahlen unter hohem Druck und hoher Temperatur
Zusätzlich ist IP69K speziell für Anwendungen ausgelegt, bei denen Geräte regelmäßig intensiv gereinigt oder desinfiziert werden müssen – ein Schutz, den IP68 allein nicht garantiert.
IP69K-Schutzart erklärt
Staub:
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Ebenfalls vollständiger Staubschutz (Kennziffer „6“)
Wasser:
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Schutz gegen Hochdruck- und Hochtemperatur-Wasserstrahlen aus geringer Entfernung
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Beständig gegen aggressive Reinigungsverfahren, inklusive Dampfreinigung
Geeignet für:
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Industrie- und Produktionsumgebungen
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Fahrzeugwäsche
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Lebensmittel- und Getränkeindustrie
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Hygienisch sensible Bereiche
Was bedeutet IP68/IP69K in Kombination?
Ein Gerät mit IP68 und IP69K vereint beide Schutzarten:
Es ist sowohl gegen Untertauchen in Wasser als auch gegen extreme Wasserstrahlen geschützt.
👉 Das bedeutet:
Maximaler Schutz für besonders anspruchsvolle Einsatzbereiche, etwa im Bauwesen, in der Landwirtschaft oder in industriellen Umgebungen.
Wer benötigt IP68- oder IP69K-Geräte wirklich?
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IP68 eignet sich besonders für:
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Verbraucher
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Outdoor-Enthusiasten
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Handwerk und allgemeine Industrieanwendungen
→ Schutz vor Staub, Regen, Spritzwasser und zeitweiligem Untertauchen
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IP69K ist vor allem relevant für:
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Lebensmittel- und Getränkeindustrie
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Medizinische und hygienische Bereiche
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Automobil- und Schwerindustrie
→ Notwendig, wenn Hochdruck- oder Heißwasserreinigung regelmäßig zum Einsatz kommt
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Der entscheidende Unterschied:
IP68 schützt vor Wasser – IP69K hält auch extremer Reinigung stand.
Fazit: Brauche ich ein Smartphone mit IP68 oder IP69K?
Ob ein solches Gerät sinnvoll ist, hängt stark vom persönlichen Einsatzbereich ab.
Wer sein Smartphone nur im Alltag nutzt, ist mit IP68 meist bestens ausgestattet.
Wer jedoch unter rauen, industriellen oder hygienisch sensiblen Bedingungen arbeitet, profitiert deutlich von der zusätzlichen Sicherheit durch IP69K.
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